Alle Informationen rund um den Malteser

Steckbrief

Ursprungsland: unbekannt
Einordnung: kleine Hunderasse
Größe: 20-25cm Schulterhöhe
Gewicht: 3-4 kg
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Fell: weiß, elfenbein, glatt, lang, glänzend
Charakter: fröhlich, lieb, gelehrig, lebhaft, anhänglich
Verwendung heute: Familienhund
FCI-Standard: 65
FCI-Gruppe 9: Gesellschafts-und Begleithunde
FCI-Sektion 1: Bichons und verwandte Rassen

Herkunft und Rassegeschichte

Der Malteser ist schon seit Jahrhunderten sehr beliebt. Seine genaue Herkunft ist ungeklärt, jedoch ist er eine der ältesten Hunderassen überhaupt. 1500 vor Christus wurden die ersten ähnlichen Hunde von phönizischen Seefahrern auf der Insel Malta entdeckt. Jedoch lässt sich der Name nicht auf die Insel zurückführen. Es wird eher vermutet, dass das semiitische Wort „Màlat“ zu dem Namen „Malteser“ beigetragen hat. Die Bedeutung des Wortes ist wahrscheinlich damit verbunden, dass die Vorfahren des Hundes in der Nähe des zentralen Mittelmeers, also in den Küstenorten und Häfen lebten. Das Wort bedeutet Zuflucht oder Hafen. Dort dienten die Hunde zur Bekämpfung von Mäusen und Ratten.

Im 15. und 16. Jahrhundert standen die Hunde endgültig als Gesellschaftshunde an der Seite der adeligen Kreise. Besonders beliebt war diese kleine Hunderasse bei Damen. Der Malteser war einer der ersten Hunde, die öffentlich auf Ausstellungen gezeigt wurden. So wurde er erstmals 1862 in Großbritannien gezeigt, später im Jahr 1877 dann in den USA.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Der Malteser ist ein freundlicher, anhänglicher Familienhund. Er ist unternehmungslustig und geht gerne mal auf Entdeckungstour. Er liebt es zu spielen und das auch problemlos unter Aufsicht zusammen mit Kindern. Diese Hunde brauchen viel Zuwendung und können anhänglich sein. Sie sind glücklich, wenn sie ihrem Besitzer überall hin folgen können und viele Streicheleinheiten bekommen. Wenn sie Fremden begegnen, sind sie eher zurückhaltend und scheu.

Sind die Malteser gut sozialisiert, vertragen sie sich gut mit Artgenossen, Katzen oder Kleintieren. Sie besitzen viel Temperament, Selbstbewusstsein und zeigen selbst gegenüber größeren Hunden keine Angst. Durch ihre immense Neugierde können sie Geruchsspuren präzise verfolgen, während ihr Jagdinstinkt eher schwach ausgeprägt ist. Bei fehlender Beschäftigung fühlen sie sich frustriert und unglücklich. Trotzdem sind sie als Anfängerhunde gut geeignet.

Fellfarbe und Fellpflege

Das strahlende, weiße Fell in Kombination mit den niedlichen, schwarzen Augen und der süßen Stupsnase lässt die Herzen von Hundefreunden höherschlagen. Der kleine Kerl ist mit seinem länglichen Körper und seinem schönen Fell ein echter Hingucker und wirkt sehr elegant. Es ist möglich, das schneeweiße Fell wachsen zu lassen. Dann kann es sogar passieren, dass das Fell fast den Boden erreicht.

Optimale Haltungsbedingungen

Auch Malteser brauchen trotz ihrer geringen Größe Aktivitäten, Spiele und lange Spaziergänge. Sie sind keine Schoßhunde, sondern haben dieselben Ansprüche wie andere Hunderassen. Sie lieben es, ihre Umgebung zu erkunden und Suchspiele zu bewältigen. Man kann den kleinen Vierbeiner mit ein wenig Geduld auch Tricks und Kunststücke beibringen. Sollte er nicht genügend Beschäftigung bekommen, könnte er anfangen, die Einrichtung zu zerstören. Als Beschäftigung eignet sich auch Hundesport wie Agility oder Dog Dance. Weil der Malteser so klein ist, kann er auch in einer Wohnung gehalten werden, solange er genug Bewegung bekommt. Das Fell ist leicht zu pflegen. Es ist fast geruchslos und ein Fellwechsel findet nicht statt.

Erziehung

Bei der Erziehung des Maltesers sind keine besonderen Kenntnisse gefragt. Er ist lernwillig und freundlich. Falls es dein erster Hund ist, wäre eine Hundeschule eine gute Option. Der kleine Kerl muss im Welpenalter deutlich lernen, was er darf und was nicht. Sonst wird er das Fehlverhalten, welches im Welpenalter von dir toleriert wurde, im Erwachsenenalter weiterführen. In der Regel möchte der Malteser es dir aber recht machen. Er muss unter anderem auch lernen, sich zu sozialisieren und mit Fremden und Artgenossen zurecht zu kommen.

Ernährung

Er sollte auf keinen Fall menschliche Nahrung erhalten, sondern nur artgerechtes Futter. Der Malteser ist auf Flüssigkeit im Futter angewiesen, weil er viel schwitzt. Daher eignet sich Nassfutter besser als Trockenfutter. Man sollte auch darauf achten, dass das Futter möglichst getreidefrei und ausgewogen ist. Deshalb kommt auch Barfen in Frage.

Rassetypische Krankheiten und Vorbeugung

Grundsätzlich ist der Malteser eine gesunde Hunderasse. Allerdings macht ihm die übertriebene Zucht zu schaffen. Durch das oftmals sehr lange Fell kommt es zu Hautkrankheiten. Außerdem ist, wie bei vielen kleinen Hunden, die Kniescheibe oft von Patellaluxation betroffen.

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