Die Selbstheilungskräfte des Hundes

Körper, Geist und Seele sind eine untrennbare Einheit. Sind diese drei Instanzen im Gleichgewicht, ist dein Hund rundum glücklich und gesund. Ein Ungleichgewicht hingegen kann Auslöser von Störungen und Krankheiten sein. Du selbst kannst viel zum seelischen und körperlichen Gleichgewicht deines Hundes beitragen und die Selbstheilungskräfte deines Hundes aktivieren.

Wunderwerk Körper

Ein Körper ist ein Wunderwerk und in der Lage, sich selbst zu heilen. Deutlich wird dies beispielsweise bei Wunden oder Brüchen, die der Körper selbständig reparieren kann. Zwar unterstützt ihn die Tiermedizin dabei, aber die Genesung an sich führt der Körper mithilfe seiner Selbstheilungskräfte selbst durch. Mitunter aber sind die Selbstheilungskräfte des Hundes geschwächt, und du solltest ihn dabei unterstützen, diese wieder zu aktivieren.

Hunde reagieren sehr sensibel auf menschliche Emotionen

Am besten ist, schon vor Ausbruch einer Krankheit, also vorbeugend, für ein gesundes körperliches und seelisches Gleichgewicht des Hundes zu sorgen. Dir als Halter kommt hierbei eine ganz besondere Rolle zu, denn von der Evolution her ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund besonders eng. Dein Hund reagiert sehr sensitiv auf deine Emotionen und deinen eigenen seelischen Zustand, und ist mehr oder weniger von diesem abhängig. Je besser du also im Einklang mit dir selbst bist und je mehr du dich selbst akzeptierst, desto besser drauf ist dein Hund. Deine positive Grundhaltung und guten Gedanken bescheren deinem Hund ein Maximum an Lebensfreude und stärken so sein Immunsystem.

Optimale Lebensbedingungen wirken sich positiv aus

Auch die Lebensumstände und Haltungsbedingungen deines Hundes tragen zu seinem Wohlbefinden und der Stärkung seiner Selbstheilungskräfte bei. Ein Hund braucht einen strukturierten Tagesablauf mit festen Fress-, Spiel- und Ruhezeiten, mit passender, ausreichender Bewegung und geistiger Auslastung. Jede Einschränkung kann je nach Dauer und Intensität zu Verhaltensstörungen und Krankheitssymptomen führen und die Selbstheilungskräfte des Hundes schwächen. Sorge also für optimale Lebensbedingungen deines Hundes, die zu ihm und auch zu dir selbst passen. Dies bedeutet, dass du von vornherein einen Hund wählen solltest, der deinem Lebensstil und deiner Persönlichkeit entspricht.

Hochwertige Ernährung des Hundes

Einer der wichtigsten Faktoren, die Selbstheilungskräfte deines Hundes zu erhalten und zu stärken, ist die Ernährung. Barfen, Nass- oder Trockenfutter? Welche Ernährungsform du auch wählst – je hochwertiger und vollwertiger die Ernährung deines Hundes ist, desto gesünder ist und bleibt er. Versorge ihn mit der für ihn passenden Menge an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und gutem Fleisch. Verzichte auf Futter mit Zusätzen wie Zucker, Konservierungsstoffe & Co. Es lohnt sich, im Bereich Ernährung aufwendige Recherchen zu betreiben, damit du das optimale Futter und Leckerli für deinen Hund findest.

Ein Hund bleibt ein Hund

Ein weiterer Baustein hinsichtlich der Stärkung der Selbstheilungskräfte deines Hundes ist dein Verhalten ihm gegenüber. Mache dich intensiv damit vertraut, wie Hunde „ticken“ und „funktionieren“. Lasse ihn wirklich Hund sein, ohne ihn zu vermenschlichen. Viele Leute behandeln ihren Hund wie ein Kind, und in vielen Fällen dient er womöglich auch als Kinderersatz. Das ist in Ordnung, wenn du mit ihm entsprechend seiner Veranlagung als Hund umgehst, ihn erziehst, ihn beschäftigst und mit ihm sprichst. Gib deinem Hund zudem immer wieder die Möglichkeit, mit Artgenossen zu spielen und zu toben, was besonders für einzeln gehaltene Hunde sehr wichtig ist. Natürlich spielt seine Sozialisation hierbei eine Rolle und sein Bedürfnis nach Kontakt zu anderen Hunden – sorge dafür, dass er regelmäßig Zeit hierfür bekommt.

Gute Tiermedizin und alternative Tierheilkunde

Ist dein Hund nun doch krank geworden, lasse ihm die notwendige medizinische Hilfe zukommen. Auch hier lohnen sich intensive Recherchen nach einem guten, passenden Tierarzt, am besten schon im Vorfeld. Du musst ohnehin regelmäßig zum Impfen oder Check-Up dorthin. Sei kritisch, was die Wahl deines Tierarztes angeht und tausche dich mit anderen Hundehaltern in deiner Stadt über ihre Erfahrungen aus. Bevor mit Medikamenten „scharf geschossen“ wird, kannst du auch ggf. mit alternativen Heilmethoden sehr gute Erfolge erzielen. Alternative Tierheilkunde ist alles andere als esoterischer Blödsinn, und es gibt hervorragende und sehr erfolgreiche Tierheilpraktiker. Sie verfügen über verschiedenste Methoden, die Selbstheilungskräfte deines Hundes sanft zu aktivieren. Höre dich auch hier unter befreundeten Tierhaltern nach Erfahrungen um. Es ist übrigens wissenschaftlich erwiesen, dass dein eigenes Vertrauen in den Tierarzt den Behandlungserfolg maßgeblich beeinflusst. Je besser aufgehoben du dich in der Praxis fühlst, desto besser schlagen die Behandlungsmethoden bei deinem Hund an!

Zusammenfassung

Es gibt viele Möglichkeiten für dich, die Selbstheilungskräfte deines Hundes zu stärken, zu aktivieren und zu erhalten. Hierzu gehören:

  • Pflege deine eigene emotionale und seelische Stabilität
  • Sorge für dein eigenes seelisches und körperliches Gleichgewicht
  • Wähle einen Hund, der zu dir und deiner Persönlichkeit passt
  • Biete deinem Hund einen strukturierten Tagesablauf mit der zu ihm passenden körperlichen und geistigen Beschäftigung
  • Ernähre deinen Hund optimal mit hochwertigem Futter ohne künstliche Zusätze
  • Behandele deinen Hund wie einen Hund und befasse dich ausführlich damit, wie Hunde ticken
  • Sorge für bestmögliche medizinische Versorgung deines Hundes und finde einen guten Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker

Fazit

Vieles klingt so selbstverständlich, dennoch ist es erstaunlich und auch wunderbar, wie viel du als Hundehalter selbst in der Hand hast, um die Selbstheilungskräfte deines Hundes zu stärken.

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