Kann man Nahrungsergänzungsmittel für Menschen auch an Hunde geben?

Hunde benötigen ca. 25 verschiedene Mineral-, Vital- und Nährstoffe. Bestimmte Stoffe können sie nicht selbst herstellen und benötigen daher Unterstützung, bzw. eine Ergänzung. Besonders geeignet sind Nahrungsergänzungsmittel in diesen Situationen:

  • bei Stoffwechselproblemen und Allergien
  • bei Fell- und Hautproblemen
  • im Wachstum
  • im Fellwechsel
  • im Training und Wettkampfeinsatz
  • im Zuchteinsatz
  • bei Stress
  • bei älteren Tieren

Mögliche Anzeichen für einen Mangel an Nährstoffen sind:

  • Probleme beim Fellwechsel
  • Entwicklungsverzögerung
  • schuppige Haut
  • glanzloses Fell
  • Schwierigkeiten mit Gelenken und Knochen
  • geschwächtes Immunsystem
  • Geburtsschwierigkeiten
  • Stressanfälligkeit

Fischöl

Fischöl kann von Menschen verwendet werden, um Arteriosklerose entgegenzuwirken und es hat eine entzündungshemmende Wirkung. In einer Studie untersuchten die Forscher die Fütterung fettleibiger männlicher Beagles mit einem Futter, das reich an Fischöl ist (Gehalt an Omega-3-Fettsäuren von 4,1 %), und einem ähnlichen Futter mit Talg (Gehalt an Omega-3-Fettsäuren von 0,2 %). Das Körpergewicht verringerte sich in beiden Gruppen über einen Zeitraum von 14 Wochen, aber bei den Hunden, die das Fischöl-Futter erhielten, war der Gewichtsverlust signifikant höher als bei den Hunden, die das Futter mit Talg erhielten. Auch der Gesamtkörperfettgehalt und die Leptinkonzentration im Serum nahmen bei den Hunden, die das Fischölfutter erhielten, stärker ab. Das bedeutet also, dass sich Fischöl zur Gewichtsreduktion bei Hunden eignet. Zudem sorgt es auch für ein seidiges, glänzendes Fell und für gesündere Haut bei Hautproblemen.

Durch zu viele Vitamine kann das Skelett geschädigt werden

Manche Menschen nehmen täglich Vitamintabletten, um die Vitaminzufuhr zu decken. Vielleicht kommt dem ein oder anderen dann der Gedanke, dass das einem Hund auch gut tun könnte. Davon ist dringend abzuraten. Diese Tabletten sind für Menschen bestimmt, nicht für Hunde. Es gibt aber auch solche Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, die oft in hoher Konzentration angeboten werden. Hierbei gilt es, achtsam zu sein. Eine Hypervitaminose kann ernste Schäden am Skelett verursachen. Man bezeichnet eine übermäßige Vitaminzufuhr als Hypervitaminose. Dazu zählen besonders Vitamin A, D, E und K. Das sind fettlösliche Vitamine, die der Körper nicht allein ausscheiden kann. Werden sie extra gefüttert, kommt es langfristig zu Schäden, die auch das Haut- und Fellkleid betreffen. Im schlimmsten Fall kann dies sogar die Entstehung von Tumoren und Krebszellen begünstigen. Viele Alleinfuttermittel enthalten bereits Vitamine, was eine zusätzliche Ergänzung ausschließt. Solltest du aber Mängel bei deinem Hund vermuten, ziehe zuerst einen Tierarzt zu Rate, bevor du selbst herumexperimentierst. Er wird eine Blutprobe entnehmen und untersuchen. Sollte dein Hund dann eine Unterversorgung haben, kannst du mit dem Tierarzt besprechen, wie du das Problem lösen kannst.

Probleme mit dem Bewegungsapparat

Viele Menschen klagen im Alter oder sogar schon früher über Gelenkschmerzen. Hunden geht es da nicht anders. Vor allem die Arthrose ist verbreitet. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Arthrose vorzubeugen. Du findest alle Informationen in unserem Artikel dazu. Wenn dein Hund aber schon von Gelenkbeschwerden betroffen ist, gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die unterstützend bei der Behandlung behilflich sind. Sehr gut geeignet ist die Grünlippmuschel, bzw. ihr Extrakt. Er stärkt die Gelenke und wirkt schmerzstillend. Zudem helfen die natürlichen Stoffe beim Erhalt und Wiederaufbau der Gelenkknorpel. Du findest dieses Naturprodukt in unserem Shop.

Um eine gute Verdauung zu fördern

Eine gesunde Ernährung ist für deinen Hund genauso wichtig wie für uns Menschen. Gesunde Lebensmittel wie Karotten und Erbsen können nicht nur wir essen, sondern auch unsere Hunde. Daher kannst und solltest du Gemüse hinzugeben, wenn du deinen Hund barfst. Zur weiteren Unterstützung kannst du Kräuter wie Thymian, Pfefferminze, Hibiskus, Brennnesseln, Oregano und viele mehr einsetzen, um für eine gute Darmflora zu sorgen.

Auch Propolis kann helfen

Die heilende Wirkung von Propolis wird gerne beim Menschen eingesetzt. Aber was ist das eigentlich? Es ist Harz, das von Bienen erzeugt wird, um ihren Bienenstock abzudichten. Es schützt das Bienenvolk aber auch vor Krankheiten, weil es Inhaltsstoffe enthält, die Krankheitserreger abblocken. Diese Inhaltsstoffe fördern auch Heilungsvorgänge. Das Harz wirkt also wundheilend, antibakteriell und entzündungshemmend. Es ist ebenfalls für deinen Hund geeignet. Du kannst es zusammen mit dem Futter geben, oder sogar auf Wunden anwenden, beispielsweise Verbrennungen. Erfahrungen haben ergeben, dass Propolis bei Verbrennungen sehr gut wirkt. Dabei eignet sich eine Tinktur eher als Pulver.

Weitere Optionen

Neigt dein Hund zu Mundgeruch? Dann bietet sich Petersilie hervorragend an. Sie enthält Chlorophyll, was Fäulnisbakterien in die Flucht schlägt. Diese Wirkung hat Petersilie auch bei uns Menschen. Algen fördern die Vitalität, wenn dein Hund mal träge ist. Dazu zählt zum Beispiel die Spirulina. Dann gibt es noch Biotin, was auch vom Menschen benutzt wird, um seidiges Haar zu fördern. Geht auch bei Hunden. Außerdem wirkt es positiv auf die Augen und die Haut, sowie auch das oben genannte Fischöl. Denke jedoch immer daran, dass du als allererstes deinen Tierarzt fragst, bevor du auf eigene Faust mit Nahrungsergänzungsmitteln loslegst.

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